Ende Februar feiert die Kneipe „Zum Henker“, Berlins wichtigster Neonazi-Treffpunkt, den dritten Geburtstag. Mittlerweile gibt es in direkter Nachbarschaft der Gaststätte noch weitere Unternehmen der extrem rechten Szene.
In der niedersächsischen Stadt werden Nazigegner systematisch eingeschüchtert – die „Autonomen Nationalisten Bückeburg“ haben Verbindungen zu Kameradschaften bis hin zum Netzwerk „Westfalen Nord“.
Rund 2000 Neonazis waren zum „Trauermarsch“ in die Elbmetropole gekommen, darunter die NPD-Landtagsfraktionen aus Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern – die Abschlusskundgebung ging dann allerdings ohne einen Großteil der Demonstranten über die Bühne.
Noch ist nicht sicher, ob Marine Le Pen die erforderlichen „Patenschaften“ für ihre Präsidentschaftskandidatur im Frühjahr zusammenbekommt – der rechtsextreme Front National geriert sich deswegen wieder einmal als „Opfer des Systems“.
Deutsche Neonazis reisten Ende Januar nach Athen. Sie sahen ein daniederliegendes Land – und erlebten eine Neonazi-Partei, die von der Krise zu profitieren hofft.
Die militante „Kameradschaft Aachener Land“ feiert ihr zehnjähriges Bestehen – immer wieder wird ein Verbot der Neonazi-Schlägerbande gefordert, die über Jahre sehr eng mit der regionalen NPD kooperierte.
Der aktionistische Teil der Berliner Neonazi-Szene hält enge Kontakte zu schwedischen Kameraden. Neben gegenseitigen Besuchen wird sich auch logistisch unterstützt.
Die extreme Rechte hat in zahlreichen Ländern der Europäischen Union nennenswerten Zulauf – die gewaltbereite Neonazi-Szene ist gut vernetzt, man kennt sich untereinander.