Wo die NPD hingehört

Von Helmut Lölhöffel
24.04.2009 - Ein Verfahren gegen hohe NPD-Funktionäre hat deren Rassismus bewiesen.

Dass die NPD rassistisch ist und Menschen, die keine weiße Hautfarbe haben, am liebsten ausschließen würde, hat sie selbst offengelegt, indem sie den Fußball-Nationalspieler Patrick Owomoyela hinterhältig beleidigte. Nun standen NPD-Chef Udo Voigt und zwei weitere NPD-Vorstandsmitglieder deshalb vor Gericht. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten verurteilte sie wegen des Vorwurfs unter anderem der Volksverhetzung zu Bewährungs- und Geldstrafen.

Den Strafantrag hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gestellt, Owomoyela war Nebenkläger. Wie dringend dieses aufklärende Verfahren war, zeigt die Reaktion aus dem rechtsextremen Lager. Eines ihrer Sprachrohre, „Altermedia“, verhöhnte Owomoyela, den 29-jährigen dunkelhäutigen Verteidiger von Borussia Dortmund, als „Fußballmulatte“. Die NPD sah sich einem „politischen Prozess“ ausgesetzt und rückte von ihren diskriminierenden Äußerungen nicht ab.

Owomoyela hatte in Interviews erklärt, er kämpfe um sein persönliches Recht, wolle aber mit Unterstützung des DFB auch ein grundsätzliches Zeichen gegen rechte Gesinnung setzen. „Wenn so etwas passiert, muss man sich konsequent dagegen wehren“, sagte er, „und klar machen, dass diese Partei Dinge macht, die absolut nicht gehen“.

Die NPD, die Anfang April ihren Parteitag ausgerechnet in der Bundeshauptstadt durchgeführt hat, gehört in keinen einzigen Berliner Saal – außer in den Gerichtssaal.

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