
Preisträger des Jahres 2009 sind die Initiativgruppe gegen Gewalt und Rassismus aus Velten für ihr Projekt „Mixed Pickels“ sowie das Rocktheater Dresden für seine „Jiddische Musik- und Theaterwoche“. Sie teilen sich die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung, die ihnen am 26. November im Willy-Brandt-Haus in Berlin verliehen wurde.
Mixed Pickles sind eine pikante Beilage aus allerlei Gemüse und Früchten. und eben jene Buntheit und dabei Einheit symbolisieren die Mixed-Pickels-Wochen in Velten. Menschen unterschiedlicher Herkunft und verschiedenen Alters kommen da jedes Jahr zusammen und erfahren so ganz konkret etwas über andere Kulturen.
Mixed Pickels und Jiddische Kultur
In Dresden endete erst vor kurzem die Jiddische Musik- und Theaterwoche. Dabei wurde nicht nur Musik gespielt und Aufführungen inszeniert, die Besucher konnten darüber hinaus an verschiedenen Orten der Stadt in Ausstellungen, Gesprächen und Vorträgen mehr über das jüdische Leben in der DDR und über die Veränderungen seit den Umbruchsjahren 1989 und 1990 erfahren.
„Heute können wir rausbrüllen was wir wollen – aber es hört keiner zu“, sagte Regine Hildebrandt. Dieser Satz ist umso mehr Ausdruck ihres Einsatzes dafür, dass dies nicht so bleibt, dass Engagement sichtbar ist und gute Beispiele Schule machen können. Dass Demokratie Mut und Hartnäckigkeit braucht. Dies machte Regine Hildebrandt immer deutlich und dies zeichnet auch die Träger des seit dem Jahr 2002 nach ihr benannten Preises aus.
Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel, der brandenburgische Arbeitminister Günter Baaske und der sächsische SPD-Landesvorsitzende Martin Dulig überreichten am Donnerstagabend den Regine-Hildebrandt-Preis 2009 an die Veltener Pfarrerin und Mixed-Pickles-Mitgründerin Ute Gniewoß sowie an Michael Rockstroh vom "Rocktheater Dresden".
Die SPD ruft zur Beteiligung an den Protesten gegen den Nazi-Aufmarsch auf!
Weitere Informationen unter:
http://www.dresden-nazifrei.com/
http://13februar.dresden.de
