UN-art-IG e.V

Der gemeinnützige UN-art-IG e.V. wurde 1995 in Sachsen-Anhalt gegründet. Seitdem führen freie Mitarbeiter Projekte im Bereich Medienarbeit, therapeutischer und sozialpädagogischer Arbeit durch, beispielsweise in der Jugendarbeit.
Der Verein beheimatet auch das "FachZentrum Gegen-Gewalt". Dieses richtet sich an Menschen, die von Gewalt bedroht sind, mit Gewalttätern umgehen (müssen) und die von Gewalt loskommen wollen. Unterschiedliche Arbeitsansätze ermöglichen den Umgang mit den genannten Zielgruppen.

Opfer sind zu schützen und zu stärken, präventiv ist die Ausweitung von Gewalt zu verhindern. Dabei gilt als Prämisse in der Arbeit des Vereins, dass die Arbeit mit Tätern notwendig ist, um Menschen vor Gewalt auf lange Sicht zu schützen.

Menschen, die zu Tätern werden, haben oft eine Vergangenheit, die sie dazu motiviert, selbst erfahrene Gewalt (als Kind oder Jugendlicher) an andere weiterzugeben. Mit diesen Menschen muss aktiv gearbeitet werden, damit ihnen die eigenen Handlungshintergründe deutlich werden und sie lernen, mit sich selbst und anderen aggressions- und gewaltfreier umzugehen.

Kontakt:
UN-art-JG e.V.
FZGG
Gerberstraße 1
06108 Halle(Saale)
Tel: 0345-6786770 od. 0345-6786772
Fax: 0345-6786771
E-Mail:fzgg-halle@web.de

Weitere Artikel

Interessengemeinschaft der ehemaligen Zwangsarbeiter unter dem NS-Regime

Die Interessengemeinschaft ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter unter dem NS-Regime wurde 1986 von Alfred Hausser - selbst ehemaliger Zwangsarbeiter - ins Leben gerufen.
Anlass für die Gründung war das Schweigen der deutschen Bundesregierung und der deutschen Industrie auf die Aufforderung des Europaparlaments vom 16. Januar 1986, den Überlebenden des Nazi-Zwangsarbeitssystems Entschädigung zu zahlen.

Mit Öffentlichkeitsarbeit, Beratung und Information für Überlebende, für deren Organisationen und für andere Initiativgruppen (Beantwortung von Anfragen, Archivarbeit, Informationsarbeit) möchte die Initiative dazu beitragen, daß Anträge auf Entschädigung nach Beginn der Auszahlung schnell bearbeitet und daß gesuchte Dokumente zum Nachweis geleisteter Zwangsarbeit bei Firmen und in Archiven gefunden werden."

Kontakt:

Interessengemeinschaft ehemaliger Zwangsarbeiter unter dem NS-Regime
Elisabeth-Selbert-Str. 10
D - 64289 Darmstadt
Tel./Fax: 06151-719653
eMail: chjetter{at}t-online.de

Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte e.V.

Der Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte e.V. wurde 1990 in Köln gegründet und setzt sich für die Anerkennung und gerechte Entschädigung der NS-Verfolgten ein. Zu den Gründern des Verbandes gehören u.a. Interessenverbände der Opfer. Er ist überparteilich, unabhängig und für alle NS-Verfolgten sowie ihre Verbänden offen.
Die MitarbeiterInnen des Bundesverbandes

• beraten und informieren in Entschädigungsfragen,
• unterstützen Betroffene bei der Anerkennung und Durchsetzung ihrer Rechte auf Entschädigung,
• arbeiten für die Verbesserung der Lebenssituation der NS-Verfolgten und ihrer Angehörigen,
• setzen sich für bessere gesetzliche Regelungen im In- und Ausland ein,
• fördern und organisieren die Erforschung aller Aspekte nationalsozialistischer Verfolgung,
• stehen für die Entwicklung einer Gedenkkultur, die sich an den Erfahrungen der Überlebenden
orientiert.

In den vergangenen Jahren hat die Initiative mehr als 10.000 Opfer nationalsozialistischer Verfolgung dabei unterstützt, Entschädigung für ihr Leid zu erreichen. Neben der Beratung organisierte der Verband gemeinsam mit anderen Opferverbänden auch politische Kampagnen zur Verbesserung ihrer Lebenssituation. So erkämpften sie die Einrichtung eines Härtefonds für NS-Verfolgte in NRW (1992-94), die Entschädigung für die überlebenden Opfer der NS-Militärjustiz (1990 – 97) und organisierten die Kampagne „Gerechtigkeit für die Überlebenden des Holocaust in Mittel- und Osteuropa“ gemeinsam mit dem American Jewish Committee (1995 – 1998). Während dieser Zeit setzte sich die Initiative besonders dafür ein, dass auch die ehemaligen ZwangsarbeiterInnen nicht länger von Entschädigungen ausgeschlossen blieben. Mit dem Gesetz vom 2. August 2000 erkannte die Bundesregierung das Recht auf Entschädigung von Sklavenarbeit an und gründete gemeinsam mit Vertretern der deutschen Wirtschaft die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“. Der Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte E.V. ist eine von zwei Verfolgtenorganisation im 27-köpfigen Kuratorium und vertritt dort die Interessen der Opfer.

Kontakt:
BUNDESVERBAND INFORMATION & BERATUNG FÜR NS-VERFOLGTE e.V.
Holweiderstr. 13-15
51065 Köln

Telefon:
Zentrale: +49-(0)221-179294-0
Beratung: +49-(0)221-179294-17 (Di & Do: 10.00 - 12.00 Uhr)
Fax: +49-(0) 221-179294-29/-28
E-Mail: info{at}nsberatung.de

agOra

Ziele von agOra:
Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit für die Selbstorganisation und -artikulation von Menschen, die zu den Opfergruppen rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Gewalt gehören,

für die Stärkung der Opferperspektive in der öffentlichen Wahrnehmung,
für politische Forderungen, die sich aus der Arbeit mit Opfern rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Gewalt ergeben,

für eine Stabilisierung bzw. Ausweitung der Finanzierung von Beratungsstellen und die Schaffung weiterer Beratungsprojekte

für die Förderung des fachlichen Austausches der Mitglieder über die Situation von Opfern rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

Kontakt:
agOra
c/o Reach Out
Köpenicker Str. 9
10997 Berlin
fon > 0160 78 34 996
mail > kontakt@agora-info.de

RAA-Opferberatung Sachsen

Die RAA-Opferberatung Sachsen arbeitet verteilt auf zwei Beratungsstellen in Dresden und Leipzig. Primäres Anliegen ist die Opferberatung. Dabei stehen auch der Schutz vor weiteren Gewalttaten und individuelle Unterstützung im Umgang mit Polizei und Justiz auf der Agenda.
Kontakt:
opferberatung.dresden{at}raa-sachsen.de
opferberatung.leipzig{at}raa-sachsen.de