In der nächsten Woche wird Thilo Sarrazin unter gewaltigem Medien-Tamtam sein Buch mit dem Titel „Deutschland schafft sich ab“ präsentieren.
Der Bundesbanker Sarrazin ist ein notorischer Provokateur. Die Positionen Sarrazins, so hat der Berliner SPD-Landesvorsitzende Michael Müller zutreffend gesagt, „haben absolut nichts mit sozialdemokratischer Integrationspolitik oder überhaupt mit demokratischer Politik zu tun“. Sarrazin ist zwar ein prominentes SPD-Mitglied, hat sich aber mit seinen plumpen, üble Stimmung machenden ausländerfeindlichen Parolen schon längst ins rechtsextreme Spektrum begeben. Seine Töne sind sonst von der NPD und von „pro Deutschland“ zu hören oder in der „Jungen Freiheit“ zu lesen. Sarrazin schafft sich selbst ab.
Sarrazin behauptet, er spreche nur öffentlich und offen aus, was viele Menschen dächten. Das macht seine eitle Selbstdarstellung nur noch schlimmer. Lieber sollte er sich darum bemühen, in jenem Teil der Bevölkerung, den er meint und den es zweifellos gibt, mit demokratischer Überzeugungskraft für ein tolerantes Miteinander aller in Deutschland lebenden Menschen zu werben.
Doch er hat sich für einen anderen Weg entschieden. Es wird nicht mehr lange dauern, bis er seinen Posten als Bundesbank-Vorstand los ist und bis er aus der SPD austritt oder ausgeschlossen wird. Dann wird Sarrazin in seiner Rolle als Ex-Promi noch einige Interviews geben und als Kronzeuge rechtsextremer Propagandisten durch Talkshows tingeln – so lange, bis ihn niemand mehr hören mag.
Die SPD ruft zur Beteiligung an den Protesten gegen den Nazi-Aufmarsch auf!
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