Für ein solidarisches Miteinander: Die SPD verlieh zum neunten Mal den Regine-Hildebrandt-Preis. Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.deZum neunten Mal wurde der Regine-Hildebrandt-Preis am vergangenen Freitag im Berliner Willy-Brandt-Haus verliehen. Die Auszeichnung ging an zwei Vereine: „Eltern helfen Eltern e.V.“ aus Bernau und die „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.“ für das Berliner Projekt „Stadtteilmütter auf den Spuren der Geschichte“.
Die SPD verleiht den Preis jährlich am 26. November, dem Todestag Regine Hildebrandts. Er sei ein Andenken an die Sozialdemokratin und eine Unterstützung für Menschen, die sich für ihre Mitbürger einsetzen, unterstrich Matthias Platzeck (SPD). Der brandenburgische Ministerpräsident erinnerte an die ostdeutsche Politikerin Hildebrandt, die sich bundesweiter Popularität erfreute. „Ich engagiere mich für die Menschen, für was denn bitte sonst“, zitierte er die 2001Verstorbene.
Ehrenamtliches Engagement bezeichnete Platzeck als „den Kitt, der unserer Gesellschaft zusammenhält“. Der mit 20 000 Euro dotierte Preis wurde in diesem Jahr auf zwei Preisträger verteilt. 10 000 Euro erhält der Bernauer Verein „Eltern helfen Eltern“, der Familien mit behinderten Kindern hilft. Die andere Hälfte des Preisgeldes geht an das Projekt „Stadtteilmütter auf den Spuren der Geschichte“. Es unterstützt Migranten dabei, sich mit der deutschen NS-Vergangenheit auseinanderzusetzen. Der Träger des Projekts ist der Verein „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“.
Die Schwere zwischen Arm und Reich gehe immer weiter auf. „In dieser Zeit fehlt uns Regine Hildebrandts rigoroses Eintreten für Gerechtigkeit und solidarisches Miteinander“, sagte Platzeck und zitierte einmal mehr Regine Hildebrandt: „Der eigentliche Sinn des Lebens liegt im Miteinander.“
Der Text ist auf vorwaerts.de erschienen.
