Regine-Hildebrandt-Preis 2007

Von Kai Doering
26.11.2007 - Stark machen für Frieden, Gerechtigkeit und gegen Rechtsextremismus.

Der SPD-Parteivorstand hat am 26. November in einer Feierstunde den Regine-Hildebrandt-Preis 2007 verliehen. Geehrt wurden gleich drei Initiativen: „BürgerCourage e.V.“ aus Sachsen, „OWEN e.V. – Mobile Akademie für Geschlechterdemokratie und Friedensförderung“ aus Berlin sowie der internationale Jugendverein „Jugend für Dora e.V.“ aus Thüringen. Partei-Vize Andrea Nahles überreichte die Preise im Berliner Willy-Brandt-Haus.
„Ihr seid ein Glücksfall für unsere Demokratie“, lobte Nahles die drei Vereine, die die „Stärkung demokratischer Kompetenz“ verbinde. Zuvor hatte die stellvertretende Parteivorsitzende an die Politikerin und den Menschen Regine Hildebrandt erinnert. Sie sei nicht geachtet worden, „Regine Hildebrandt wurde geliebt“, so Nahles. Alle drei ausgezeichneten Initiativen führten ihr Wirken weiter.

Der Dresdner Verein BürgerCourage organisiert Ausstellungen und Kulturveranstaltungen gegen Rechtsextremismus. Er möchte die Menschen in Dresdner Wohnvierteln und Schulen animieren, Flagge gegen Rechts zu zeigen.

Der in Berlin ansässige Verein OWEN e.V. ist aus der DDR-Bürgerbewegung hervorgegangen. Er leistet Förderungs- und Beratungsarbeit für Frauen in sozialen und regionalen Konflikten, besonders in Mittel- und Osteuropa.

Jugend für Dora e.V. ist im Umfeld der Thüringer Gedenkstätte Mittelbau Dora aktiv. Mit internationalen Sommercamps bringt er Jugendlichen die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers näher und wirbt damit für Toleranz und Völkerfreundschaft.

Der mit 20 000 Euro dotierte Regine-Hildebrandt-Preis wird jährlich zum Todestag der Politikerin vergeben. Initiativen, die sich im Sinne Regine Hildebrandts im Osten Deutschlands für Frieden, Gerechtigkeit und gegen Rechtsextremismus stark machen, waren in diesem Jahr zum sechsten Mal aufgefordert, sich zu bewerben.

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