Neonazi-Marsch für Jürgen Rieger
Das Landratsamt Wunsiedel hatte den Marsch untersagt, da eine Ersatzveranstaltung für den seit 2005 verbotenen Rudolf-Heß-Gedenkmarsch zu erwarten sei. Der Bayerische Verwaltungsgericht in Bayreuth hab das Verbot aber wieder auf. Rund 800 Vertreter der braunen Szene, darunter NPD-Prominenz und Freie Kräfte, sind schließlich im Fichtelgebirge aufmarschiert. Spekuliert worden war zuvor, ob der Rieger-Gedenkmarsch ins benachbarte Thüringen verlegt werden sollte. Der Thüringer NPD-Funktionäri Patrick Wieschke hatte für den Samstagmittag in Pößneck für rund 800 Teilnehmer eine entsprechende Veranstaltung angemeldet. In Pößneck hatte der umtriebige Rieger durch den Erwerb des dortigen „Schützenhauses“ für Schlagzeilen gesorgt. Die Immobilie wurde von der Stadt wegen der ungeklärten Nachlassregelung inzwischen versiegelt. Ursprünglich sollte an dem Wochenende dort der Bundeskongress der NPD-Nachwuchsorganisation Junge Nationaldemokraten stattfinden. (bnr)
