Neonazi-Doppelaufmarsch
Zu dem Aufmarsch in Aachen und der Standkundgebung vor dem Bahnhof in Eschweiler (Kreis Aachen) hatte Axel Reitz (Pulheim) aufgerufen. Richtete sich der Aufmarsch am 31. Oktoer in Aachen unter dem Motto „Gegen linke Gewalt – für das Verbot der Antifa“ vorwiegend gegen Überfälle von Nazigegnern auf Neonazis – darunter zwei Angriffe auf den Sohn des Alt-Neonazis Christian Malcoci aus Grevenbroich bei Neuss –, stand die Kundgebung in Eschweiler im Zusammenhang mit einer Regionalkonferenz von Nazigegnern aus dem Großraum Aachen. Schirmherr der Konferenz war Bürgermeister Rudi Bertram (SPD), unter den Teilnehmern waren auch der Oberbürgermeister von Aachen, Marcel Philipp (CDU), und der Bürgermeister von Stolberg, Ferdi Gatzweiler (SPD). Als Redner fungierten bei dem rechten Doppelaufmarsch der schon unter anderem wegen Volksverhetzung inhaftiert gewesene Reitz, ein „Kamerad“ der „Nieuw-Solidaristisch Alternatief“ (N-SA) aus Flandern, der „Pro NRW“-Aussteiger und Neonazi-Einsteiger René Emmerich (Köln), der Neonazi-Kader Sven Skoda (Düsseldorf) sowie der einschlägig vorbestrafte „Kameradschaftsführer“ der Neonazi-Schlägerbande „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL), René Laube (Vettweiß). Laube ist zudem zweiter stellvertretender Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Düren. Teilnehmer der beiden Aufmärsche waren neben anderen der Vorsitzende des NPD-Kreisverbandes Aachen und Stolberger Ratsmann, Willibert Kunkel, der Neonazi Sascha Krolzig (Hamm) und die NPD-Chefin aus Düsseldorf, Nicole Schonhofen. (mik)
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