
Alljährlich instrumentalisieren Neonazis den Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 für ihre geschichtsklitternde Propaganda, arbeiten an der Revision der wahren Hintergründe der Luftangriffe der Alliierten auf Nazi-Deutschland. Im Februar dieses Jahres mobilisiert die braune Szene gleich an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden nach Dresden: Für den 13. Februar ist in den Abendstunden ein „Trauermarsch“ und für den 19. sind mehrere Demonstrationen in der Innenstadt unter dem Motto „Recht auf Gedenken und Versammlungsfreiheit“ angekündigt.
Ein breites Bündnis aus Politik und Zivilgesellschaft will sich den Neonazis entgegenstellen. Das Bündnis „Nazifrei – Dresden stellt sich quer!“ hat eine Kampagne gestartet, um den so genannten „Trauermarsch“ und die Aktionen der Rechtsextremisten zu verhindern. Unterzeichnet haben den Aufruf inzwischen zahlreiche prominente Vertreter aus Politik, Verbänden und Kultur, darunter Bundestagsvize Wolfgang Thierse, die Bündnisgrünen-Vorsitzende Claudia Roth, der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske, der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland Stephan Kramer, die Bands „Die Toten Hosen“, „Fettes Brot“ oder „Tocotronic“.
