Von Ralf Bachmann
18.10.2001 - Eine einfache Rechnung: Wer als zehnjähriges Kind die geborstenen Schaufensterscheiben von Bamberger & Hertz, die rauchenden Trümmer verbrannter Synagogen, die blutenden Wunden zusammengeschlagener Juden nach der "Reichskristallnacht" gesehen hat, muss heute über 70 sein. Wer das Geschehen um den Reichstagsbrand bewusst miterlebte, ist jetzt älter als 80. Die Zeitzeugen des Dritten Reiches von Hitlers Machtergreifung bis Shoah und Weltkrieg werden nicht nur immer älter, sondern vor allem auch immer weniger. Bei Lehrern, Historikern, Politikern, bei allen, die für die Bewusstseinsbildung der jungen Generation verantwortlich sind, sollten da Alarmglocken schrillen.
Kostenpflichtiger Artikel
Sie müssen angemeldet sein.
Hier gelangen Sie zur Abonnement-Bestellung.