In den Fußstapfen der Hitlerjugend
Dominiert wurde die Demonstration durch „parteifreie“ Neonazis. Auch unter den Rednern war mit dem Bundesvorsitzenden der Jungen Nationaldemokraten, Michael Schäfer, nur einer aus dem Spektrum der NPD. Ansonsten sprachen unter anderem Christian Worch, der den Aufmarsch auch angemeldet hatte, Sven Skoda aus Düsseldorf, Dieter Riefling aus Niedersachsen, der früher unter anderem als Recklinghäuser „Kreisbeauftragter“ der 1995 verbotenen Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei (FAP) in der Region aktiv war, und ein Vertreter des Bulgarischen Nationalbundes. Zweieinhalb Stunden zogen die Neonazis durch die östliche Innenstadt, schwarz-weiß-rote Reichsfahnen und Fahnen mit gekreuztem Hammer und Schwert schwenkend, dem Gaufeldabzeichen der Hitlerjugend. An die HJ erinnerte auch eines der Lieder, die unterwegs gesungen wurden: „Ein junges Volk steht auf“ – ein Pflichtlied der Hitlerjugend. (ts)
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