Gewalttätiger Kader

Weißenfels/Halle − Der ehemalige NPD-Funktionär Enrico Nehring (Jg. 1982) aus Weißenfels (Kreis Burgenland) wurde vom Landgericht in Halle (Sachsen-Anhalt) in zweiter Instanz wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Zusätzlich verurteilte das Gericht Nehring zu 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Nehring gemeinsam mit einer Gruppe Gleichgesinnter in der Nacht des 9. Februar 2008 in Weißenfels einen 15-jährigen alternativen Jugendlichen vor dessen Wohnung unter den Rufen „Scheiß Zeckenschwein“ brutal zusammengeschlagen hat, dabei wurde „Scheiß Zeckenschwein“ gerufen. Das Opfer erlitt eine Schädelprellung, ein Schädel-Hirn-Trauma sowie Prellungen und Hämatome am Oberkörper und Kopf und musste mit Verdacht auf Schädelbruch mehrere Tage stationär im Krankenhaus behandelt werden. Bei dem Überfall wurde auch der 23-jährige Bruder des 15-Jährigen, der gemeinsam mit der Mutter dem Überfallenen zu Hilfe geeilt war, verletzt. Er erlitt Prellungen im Gesicht und am Knie. Nehring wurde im Dezember 2006 zum Vorsitzenden der Ortsbereichsgruppe Weißenfels und im Juli 2007 zum stellvertretenden Vorsitzenden des NPD-Kreisvorstandes Burgenland gewählt. Im gleichen Jahr war Nehring auch Kreistagskandidat der NPD im Burgenland. (am)

03. 11. 2009 -

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Ausgabe bnr Nr. 03/10

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