Gestörte Kooperation
Man müsse „hinnehmen, dass die Vorstellungen von NPD und DVU auf kommunaler Ebene zu weit auseinanderklaffen“, erklärte der NPD-Landesvorsitzende Claus Cremer. Er gehe aber davon aus, dass beide Parteien in den Stadtrat gewählt und sich dort zu einer gemeinsamen Fraktion zusammenschließen würden. Die Dortmunder NPD hatte zum Jahreswechsel überraschend angekündigt, bei der Wahl in der zweitgrößten Stadt Nordrhein-Westfalens mit einer eigenen Liste antreten zu wollen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie signalisiert, die Kandidatur der DVU unterstützen zu wollen. Störungen in der Kooperation zwischen beiden Parteien gibt es offenbar auch im Rhein-Erft-Kreis. Dort war der stellvertretende DVU-Landesvorsitzende Andreas Höveler auf den zweiten Platz der NPD-Liste für die Kreistagswahl nominiert worden. Inzwischen ist aber der Pulheimer Neonazi Axel Reitz auf diesen Platz vorgerückt, wie seiner Internetseite zu entnehmen ist. Der stellvertretende Kreisvorsitzende der Dürener NPD, Rene Laube, hatte Ende März berichtet, dass es innerhalb der DVU Rhein-Erft „einige Unstimmigkeiten“ gebe, was unter anderem mit dem Thema Kommunalwahl zu tun habe. (ts)
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