Frauen im Holocaust

Von Gudrun Giese
06.05.2004 - Haben Frauen den Hunger, die Schläge und die Zwangsarbeit in Konzentrationslagern anders erlebt als Männer? Ruth Bondy, israelische Autorin und überlebende einstige Gefangene in Auschwitz und Bergen-Belsen, stellt klar: "Zyklon B macht keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen; derselbe Tod raffte alle dahin." Umso gründlicher begibt sich Ruth Bondy an die Aufgabe, unterschiedliche Überlebensstrategien und Lebensweisen von Frauen und Männern in Theresienstadt und im Familienlager Auschwitz-Birkenau zu beschreiben. Ihr Beitrag findet sich in dem kürzlich erschienenen Band "Frauen im Holocaust". Frauen im Holocaust – das bedeutet Exil, Verhaftung, Gefangenschaft, Widerstand, aber auch: Täterschaft. All’ diese möglichen Rollen, die Frauen in der Zeit zwischen Anfang der 40-er und 1945 in aller Regel gezwungenermaßen lebten, beschreiben die 18 beispielhaften Beiträge – unter anderem von Halina Birenbaum, Charlotte Kahane, Gabriele Mittag – des von Barbara Distel herausgegebenen Buches.

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Erschienen in: Rezensionen

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