Drohung gegen SPD-Oberbürgermeister
Mehrere Farbbeutel ergossen sich auf das Vordach und die Fassade des Hauses, in dem Schröter zur Miete wohnt. Der Schaden beträgt mindestens 3000 Euro. In Mitleidenschaft gezogen wurde auch ein Nachbarhaus. Der SPD-Politiker ist in Jena für seinen hohen persönlichen Einsatz gegen die rechtsextreme Szene bekannt. Ihm ist es zu verdanken, dass die NPD ihr so genanntes „Fest der Völker“ nicht mehr in Jena durchführt. Auf der Internetseite des NPD-nahen „Nationalen Widerstandes Jena“ ist seit dem „Fest der Völker 2007“ bis heute folgende Ankündigung zu lesen: „In den nächsten Wochen und Monaten wird es vor allem gelten, die beiden Scharfmacher gegen Demokratie und Toleranz, Schröter und Pfeiffer (Rechtsamtsleiter der Stadt Jena; bnr), kreativ zu verfolgen. Für solche geistigen und bürokratischen Brandstifter darf es keine Ruhe geben! Diese werden wir den beiden Herren auch nicht mehr zugestehen.“ Erst vor wenigen Tagen rief Schröter jetzt eine Konferenz „Kommunen gegen Rechts“ ins Leben. Danach habe er zwei „unerfreuliche“ Briefe erhalten, heißt es. Wegen seines Engagements gegen die rechtsextreme Szene wurde jüngst der Wernigeröder SPD-Stadtrat und stellvertetende Juso-Landesvorsitzende in Sachsen-Anhalt Kevin Müller zum Opfer eines brutalen Überfalls mutmaßlich rechtsextremer Schläger. (am)
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