"Der Rassismus ist nur ein Ausgrenzungsmechanismus neben anderen Formen der Diskriminierung, und er hat vielschichtige Facetten. Auf den ersten Blick sind schwarze Deutsche anders vom Rassismus betroffen als Aus- und Übersiedler, ArbeitsmigrantInnen anders als Asylbewerber, oder Deutsche Sinti und Roma anders als Deutsche jüdischen Glaubens, etc. Aber alle genannten und noch weitere ungenannten Gruppen vereint, dass sie als Minderheiten offenen und versteckten, institutionellen und/oder alltäglichen Diskriminierungen ausgesetzt sind. Unabhängig davon, ob diese seit Jahren oder Jahrhunderten hier leben, sind sie für die Mehrheitsdeutschen keine „Bilderbuch-Deutschen“. Ausgangspunkt der Unmündigen ist es, diese kulturalistisch und rassisch motivierten Bilder, die mit der Realität Deutschlands als Einwanderungsland nichts zu tun haben, zu dekonstruieren. Denn die Migration ist historisch und gegenwärtig die Normalität und die „Reinheit“ von „Kulturen“ und „Völkern“ eine absurde Konstruktion.
Vor diesem Hintergrund verstehen sich die Unmündigen auch als eine Plattform für andere Minderheits- und engagierte Mehrheitsangehörige, die sich in vielfältiger Weise mit Formen, Ursachen und Mechanismen der Ausgrenzung, insbesondere mit Rassismus, beschäftigen (wollen). Als Forum suchen sie den Kontakt zu und das Engagement, die Kreativität und die Mitarbeit von interessierten Bürgern. Ob bei punktueller oder themenübergreifender, für kurz- oder längerfristige Zusammenarbeit, sie stellen als Plattform Wissen und Erfahrung zur Verfügung. Sie bieten Netzwerke und kompetente Diskussions- und Ansprechpartner für die künstlerische, politische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Migration und Rassismus an."
Kontakt:
Die Unmündigen e.V.
Forum Jugendkulturzentrum
Neckarpromenade 46
68167 Mannheim
hallo(at)unmuendige.de
Die SPD ruft zur Beteiligung an den Protesten gegen den Nazi-Aufmarsch auf!
Weitere Informationen unter:
http://www.dresden-nazifrei.com/
http://13februar.dresden.de
