Burschenschaftliches Treiben
Das burschenschaftliche Treiben wird am Nachmittag mit dem Symposium „Vertreibung und Entstaatlichung Europas“ im Wiener Palais Palffy eröffnet. Drei der vier Vortragenden kommen aus Deutschland: Bernd Rabehl (Berlin; „Vertreibung und Beginn der Entstaatlichung Europas“), Karl Schachtschneider (Erlangen; „Völker ohne Staaten − Staat ohne Volk“) und Gerd Schultze-Rhonhof (Buxtehude; „Die heuchlerische Floskel vom Selbstbestimmungsrecht der Völker: Abtrennung − Verdrängung − Vertreibung“). Rabehl, einst Theoretiker der APO und des SDS, war mehrfach Stargast bei Veranstaltungen der NPD. Der emeritierte Staatsrechtler Schachtschneider, ein vehementer Kritiker des Vertrags von Lissabon, referierte bereits bei der rechtspopulistischen Vereinigung „pro Köln“ und veröffentlichte einen Artikel in der rechtsextremen Zeitschrift „Deutsche Geschichte“. Generalmajor a.D. Schultze-Rhonhof ist seit Jahren als Publizist und Referent in geschichtsrevisionistischen Zusammenhängen aktiv. So war er unter anderem Festredner bei einer konspirativ durchgeführten Veranstaltung des Kameradschaftsverbandes des ehemaligen I. SS-Panzerkorps. Vierter Redner am 21. November ist Ex-FPÖ-Nationalratspräsident Wilhelm Brauneder aus Wien. Er soll über „Die Utopie der staatenlosen Staatengemeinschaften“ sprechen. (am)
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