„Offener Rassenkrieg“

Wittmund − Der in Lübeck einsitzende Polizistenmörder Kay Diesner meldet sich vom Knast aus wieder zur Wort.

In einem Interview mit dem Neonaziblatt „JVA-Report“ (Postfachadresse Wittmund) gibt sich Diesner der Hoffnung hin, dass es in acht Jahren keine „brd“ mehr geben werde: „Ich glaube daran, dass bald das große Chaos und der offene RaHoWa (= Racial Holy War) kommen werden. Der ZOG-Kapitalismus (= Zionist Occupied Government) frisst sich zu Tode“, behauptet der Neonazi. Im „offenen Rassenkrieg“, so Diesner, werde „der größte Teil von den ‚brd’-Konsumzombies zu Grund gehen“. Zur Unterstützung für Diesner bietet das Internetportal des „JVA-Reports“ auch diverse Solidaritäts-T-Shirts mit dem Aufdruck „Freiheit für Kay Diesner“ an. Diesner hatte im Februar 1997 den Berliner Buchhändler und PDS-Mann Klaus Baltruschat zum Krüppel geschossen. Wenig später tötete er in Schleswig-Holstein den Polizisten Stefan G. und verletzte dessen Kollegen Stefan K. schwer. Der Neonazi wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Autor des aktuellen „JVA-Reports“ ist auch der in Griechenland lebende Neonazi Karl Polacek. Der gebürtige Österreicher war einst Landesvorsitzender der Neonazi-Truppe Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei (FAP) in Niedersachsen. Inhaber der Bankverbindung des „JVA-Reports“ bei der Sparkasse Leer/Wittmund ist der gebürtige Brandenburger Stefan Richardt (Jg. 1983) Richardt, der im ostfriesischen Carolinensiel wohnt, kandidierte 2008 für die NPD bei der niedersächsischen Landtagswahl. (am)

17. 11. 2009 -

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Ausgabe bnr Nr. 03/10

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