„Kicker, Kämpfer und Legenden“

15.02.2010 - Eine Ausstellung in der Geschäftsstelle des Bündnis für Demokratie und Toleranz in Berlin erinnert an die jüdischen Helden des Fussballs vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten.

Im Jahr 1932 gewannen sie mit dem FC Bayern München zum ersten Mal den deutschen Meistertitel: Kurt Landauer, als Präsident des Vereins und Richard „Little“ Dombi, Trainer. Sie wurden als Helden gefeiert. Ein Jahr später endete ihre Karriere mit einem Schlag. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten hatte für alle jüdischen Sportlerinnen und Sportler Auswirkungen. Es wurde ihnen untersagt woanders als in jüdischen Sportvereinen ihrem Sport nachzugehen. Sportler, Trainer und Funktionäre wurden systematisch ausgeschlossen, verdrängt, verfolgt.

Walther Bensemann ist ein weiteres, in dieser Ausstellung dargestelltes Opfer der Nazi-Herrschaft. Er organisierte 1900 die ersten internationalen Spiele, wirkte an der Gründung des DFB mit und rief die Zeitschrift „Der Kicker“ ins Leben. Er konnte sich retten und immigrierte in die Schweiz.

Diese Ausstellung zeigt anhand eines eher ungewöhnlichen, aber sehr lebensnahen Themas die Mechanismen der planvollen Ausgrenzung bestimmter Bevölkerungsgruppe und entlarvt dabei die ganze Absurdität des Nationalsozialismus.

„Kicker, Kämpfer und Legenden“ ist vom 25. Februar 2010 bis zum 31. Mai 2010 in der Geschäftsstelle des Bündnis für Demokratie und Toleranz zu sehen. Der Eintritt ist kostenlos.

Öffnungszeiten:    Mo - Do 10-17 Uhr
                              Fr          10-15 Uhr

(Für eine vorherige telefonische Anmeldung wäre die BfDT-Geschäftsstelle dankbar.)

Kontakt:

Bündnis für Demokratie und Toleranz
Andrea Repkow
Friedrichstr. 50
10117 Berlin

Tel.: 030 - 23 63 408 - 18
Fax: 030 - 23 63 408 - 88
E-Mail: repkow@bfdt.de

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