
Am 21. März 1960 machen sich 20.000 Menschen auf den Weg in das Zentrum von Sharpeville, 50 Kilometer entfernt von Johannesburg. Sie kommen aus den Townships. Ihr Anliegen: Gegen das Verbrechen demonstrieren, wie Menschen zweiter Klasse in den unwürdigen Verhältnissen der Townships leben zu müssen. Am Ende dieses Tages werden 69 Menschen von der Polizei brutal umgebracht, darunter Frauen und Kinder.
Den Ereignissen dieses Tages wird seit 1966 auf Initiative der Vereinten Nation unter dem Motto „Internationaler Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“ gedacht. Die vom Interkulturellen Rat ins Leben gerufenen „Internationale Wochen gegen Rassismus“ lehnen sich daran an.
An die sechzig bundesweit agierenden Organisationen und Einrichtungen veranstalten vom 15. bis zum 28. März Diskussionen, Feste, Begegnungen und Sportveranstaltungen - die Möglichkeiten des Zusammenkommens und Sich-Kennenlernens sind so vielfältig wie ihre Initiatoren.
Dass diese Wochen notwendig sind, zeigt eine im vergangenen Jahr durchgeführte Umfrage des Emnid-Instituts. Mit 51 Prozent gab rund die die Hälfte der Deutschen an, dass ein Großteil der arabischen und türkischen Einwanderer ihrer Einschätzung nach „weder integrationswillig noch integrationsfähig“ sind. Ein Slogan auf Plakaten und Postkarten, die auf die Interkulturellen Wochen aufmerksam machen, lautet daher auch „Bart Gläubig Anschlag“. Die Provokation soll zum Nachdenken anregen über Klischees und Einstellungen, die oft unhinterfragt übernommen werden.
Die SPD ruft zur Beteiligung an den Protesten gegen den Nazi-Aufmarsch auf!
Weitere Informationen unter:
http://www.dresden-nazifrei.com/
http://13februar.dresden.de
