Knapp 120 Anhänger der „Bürgerbewegung pro Deutschland“ beteiligten sich am Wochenende an einem „Anti-Islamisierungs-Kongress“ in Berlin. Trotz geringer Beteiligung und Absagen aus dem Ausland feierten die Rechtspopulisten die Veranstaltung als Erfolg.
Bei ihrer Berliner Anti-Islamisierungsveranstaltung am Wochenende muss sich Rechtspopulistentruppe „pro Deutschland“ mit Teilnehmern aus der zweiten bis vierten Reihe begnügen – das Programm für den Samstag ist nach wie vor nicht bekannt.
Die extreme Rechte hat in zahlreichen Ländern der Europäischen Union nennenswerten Zulauf – die gewaltbereite Neonazi-Szene ist gut vernetzt, man kennt sich untereinander.
Berlin – In einer Mail an „liebe Freunde“ und „liebe Feindes“ hat der schwedische Unternehmer Patrik Brinkmann seinen vor vier Monaten erklärten Rückzug aus der Parteipolitik der extremen Rechten in der Bundesrepublik näher begründet.
Köln – Nachdem eine Demonstration von „pro Köln“ und „pro NRW“ am Samstag vorzeitig endete, hat die selbst ernannte „Bürgerbewegung“ nun eine weitere Veranstaltung für den 28. Januar angekündigt.
Zwei internationale Konferenzen der Friedrich-Ebert-Stiftung beschäftigten sich 2009 und 2010 mit europäischen Dimensionen des Rechtsextremismus. Entstanden ist daraus ein in diesem Jahr veröffentlichter Sammelband „Ist Europa auf dem ,rechten’ Weg? Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in Europa“.
Spanien (Barcelona) – Die spanisch-katalonische Regionalpartei „Plataforma per Catalunya“ (Plattform für Katalonien; PxC) will am 2. Oktober auf dem Plaza Sant Jaume in Barcelona eine Demonstration für die „Freiheit der Meinungsäußerung“ durchführen.
Pirmasens – Unter dem Motto „Zwiebelmett statt Mohammed“ verteilten dickbauchige NPD-Aktivisten am Rande des „Multikulturellen Freundschaftsfestes“ in Pirmasens rund 100 Zwiebelmettbrötchen.
„Pro Deutschland“ plant Kundgebung am 13. August – beim „Anti-Islamisierungskongress“ Ende des Monats mangelt es noch an zugkräftigen Namen und dem Veranstaltungsprogramm.
Berlin – „Quer durch Berlin und durchs Brandenburger Tor“ will die rechtspopulistische „Pro-Bewegung“ im Rahmen eines für den 27. und 28. August geplanten „Antiislamisierungskongresses“ demonstrieren.