Die Rechtspopulisten von „pro Deutschland“ und „Die Freiheit“ könnten bei der Berliner Wahl am Sonntag ein Debakel erleben, etwas günstiger sehen die Prognosen für die rechtsextreme NPD aus –im Hintergrund werden bereits die Messer gewetzt.
Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus konkurrieren die Rechtspopulisten von „pro Deutschland“ und der „Freiheit“ miteinander und mit der rechtsextremen NPD – keine der drei Parteien dürfte auch nur annähernd in die Nähe der Fünf-Prozent-Hürde gelangen.
Berlin – In einer Mail an „liebe Freunde“ und „liebe Feindes“ hat der schwedische Unternehmer Patrik Brinkmann seinen vor vier Monaten erklärten Rückzug aus der Parteipolitik der extremen Rechten in der Bundesrepublik näher begründet.
Patrik Brinkmann galt als Hoffungsträger deutscher Rechtspopulisten. International im antiislamischen Milieu vernetzt und ausgestattet mit einem beträchtlichen Vermögen, wollte er nichts weniger als eine deutsche Rechte ohne Antisemitismus etablieren. Doch nun kehrt der Unternehmer der Politik scheinbar endgültig den Rücken.
Bei der Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses am 18. September treten rechts von der Union die rechtsextreme NPD sowie die rechtspopulistischen Parteien „Die Freiheit“ und „pro Deutschland“ an.
Berlin – Patrik Brinkmann, „Internationaler Sekretär“ der „Pro-Bewegung“, bastelt weiter an seinem Ziel einer „Rechten ohne Antisemitismus“, dafür aber mit anti-islamischer Ausrichtung.
In ihrem Berliner Wahlprogramm wettert die „Bürgerbewegung pro Deutschland“ gegen „kulturfremde Zuwanderer“ und den Islam, verlangt ein „härteres Durchgreifen von Polizei Justiz“, lehnt aber eine Verschärfung des Waffenrechts ab.
20.06.2011 - In ihrem Berliner Wahlprogramm wettert die „Bürgerbewegung pro Deutschland“ gegen „kulturfremde Zuwanderer“ und den Islam, verlangt ein „härteres Durchgreifen von Polizei Justiz“, lehnt aber eine Verschärfung des Waffenrechts ab.
27.05.2011 - Ohne großes Aufsehen startete die Bürgerbewegung „pro Deutschland“ in Berlin ihren Wahlkampf. Intern werden die Kreisverbände durch wöchentlich erstellte Leistungsbilanzen unter Erfolgsdruck gesetzt.
18.05.2011 - Berlin – Alexander Schlesinger, „pro Deutschland“-Kandidat bei der Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses und Mitglied des Landesvorstands, hat die Partei verlassen.