Holger Apfel will der NPD ein seriöseres Image verpassen – im neuen Führungsgremium ist allerdings auch der radikale Flügel mit besten Kontakten zum „parteifreien“ Neonazi-Spektrum vertreten. Hoffnung macht man sich jetzt auf einen Einzug in das Europaparlament.
Der Machtkampf zwischen dem NPD-Vorsitzenden Udo Voigt und seinem Kontrahenten Holger Apfel steht nicht für eine politische Richtungsentscheidung. Beide Kandidaten haben sich um ein breites innerparteiliches Unterstützerspektrum bemüht – und heftig wird aufeinander eingedroschen.
Bamberg – Bayerns NPD-Landeschef Ralf Ollert hat das ohnehin gestörte Verhältnis zu Teilen der „parteifreien“ Neonazis im Süden der Republik offenbar weiter beschädigt.
In der Neonazi-Szene wird der Magdeburger „Trauermarsch“ als „Erfolg“ bezeichnet – trotz breitem zivilgesellschaftlichem Protest und mehrerer Blockaden.
Die bayrischen Jungen Nationaldemokraten (JN) laden für einen Kongress ausgerechnet in eine „Schule ohne Rassismus“ ein – die Stadt Landshut und die Bildungseinrichtung versuchen das zu verhindern.
Kirchheim – Eine Woche vor dem Termin des geplanten NPD-Parteitags stehen am kommenden Samstag vier Gegner des amtierenden Vorsitzenden Udo Voigt im thüringischen Kirchheim gemeinsam auf der Bühne.
Holger Apfel will sich von den „Krawall-Rednern“ trennen, die die NPD nur „instrumentalisieren“ und „einen fatalen Gesamteindruck hinterlassen“ würden.
Bei der Wahl eines neuen NPD-Vorsitzenden kann der Voigt-Herausforderer Holger Apfel offenbar auf die Unterstützung des Parteinachwuchses von den Jungen Nationaldemokraten (JN) bauen.