Ein internes VS-Dokument verrät: Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe konnten sich ausgerechnet in einem Zeitraum verradikalisieren, der von den Behörden ohnehin als äußerst gefährlich eingestuft wurde.
Mit einem Leitfaden will die neue NPD-Spitze rund um Holger Apfel und Udo Pastörs regeln, wie sich die Zusammenarbeit mit „parteifreien“ Neonazis in den kommenden Jahren gestalten soll. Schon der Versuch birgt Konfliktstoff.
Rund 2000 Neonazis waren zum „Trauermarsch“ in die Elbmetropole gekommen, darunter die NPD-Landtagsfraktionen aus Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern – die Abschlusskundgebung ging dann allerdings ohne einen Großteil der Demonstranten über die Bühne.
Nach außen geben sich die Nationaldemokraten angesichts der Diskussion über Verbindungen zu Rechtsterroristen und ein Verbot der Partei gelassen. Intern freilich scheint der neue Vorstand unter Holger Apfel reichlich nervös zu sein.
Die NPD um Fraktionschef Udo Pastörs absolviert einen flächendeckenden Wahlkampf. Sie gibt sich bürgernah und handzahm – doch die Tarnung gelingt nicht immer.
Regnitzlosau/Hof – Der neonazistische „Deutsch-Böhmische Freundeskreis“ will am 9. Juni im oberfränkischen Regnitzlosau-Oberprex (Landkreis Hof) den so genannten „III. Tag der Freundschaft“ durchführen.