Unter Mithilfe des Vatikans und des Internationalen Roten Kreuzes tauchten NS-Größen nach dem Krieg in Südamerika unter – in Argentinien gründeten die Nazis regelrechte Kolonien. Im Nachkriegsdeutschland bestand wenig Interesse an der Verurteilung der NS-Verbrecher.
Vor 70 Jahren fand in einer Villa am Großen Wannsee in Berlin eine „Besprechung mit anschließendem Frühstück“ statt. Die Konferenz diente der Koordination der bereits begonnenen Ermordung der Juden Europas.
Das Centrum Judaicum in Berlin erinnert mit einer Ausstellung an die erste Mordfabrik des Holocaust. Am 8. Dezember 1941 begannen Mitglieder des SS-Sonderkommandos Kulmhof mit der systematischen Vergasung von zigtausenden Juden.
20.06.2010 - Im Sommer 1940 stellte das NS-Regime Überlegungen an, alle Juden nach Madagaskar umzusiedeln – der „territorialen Endlösung“ folgte dann die physische „Endlösung der Judenfrage“.
08.04.2010 - Die Justiz hätte bei Martin Sandberger zuletzt wenigstens versuchen sollen, das Recht sprechen zu lassen. Am 30. März ist der mutmaßliche NS-Massenmörder verstorben.
03.09.2009 - Der Erlass der Richtlinien für die Einsatzgruppen und die Schaffung des Reichssicherheitshauptamts im September vor 70 Jahren waren wichtige Bausteine im NS-Rasse- und Vernichtungskrieg.
19.03.2009 - Ab dem Frühjahr 1944, vor 70 Jahren, wurden die ungarischen Juden nach Auschwitz deportiert – im Juli war das Land mit Ausnahme der Hauptstadt Budapest „judenfrei“.