Die Neonazi-Szene in Nordrhein-Westfalen ist äußerst militant und radikal – als „Hochburgen“ rechter Gewalt gelten die Region um Aachen und die Ruhrgebietsmetropole Dortmund.
Rechtspopulistische Parteien in westeuropäischen Ländern unterscheiden sich in historischer Entwicklung und wirtschaftspolitischer Orientierung beträchtlich. Gemeinsames Merkmal ist jedoch eine basisdemokratische Haltung gegen das Establishment und die Entwicklung des Angstthemas „Islam“.
Knapp 120 Anhänger der „Bürgerbewegung pro Deutschland“ beteiligten sich am Wochenende an einem „Anti-Islamisierungs-Kongress“ in Berlin. Trotz geringer Beteiligung und Absagen aus dem Ausland feierten die Rechtspopulisten die Veranstaltung als Erfolg.
Bei ihrer Berliner Anti-Islamisierungsveranstaltung am Wochenende muss sich Rechtspopulistentruppe „pro Deutschland“ mit Teilnehmern aus der zweiten bis vierten Reihe begnügen – das Programm für den Samstag ist nach wie vor nicht bekannt.
Die „pro“-Truppen bewerten den Aufmarsch gegen das Autonome Zentrum in Köln vom Samstag als „großartigen Sieg“ – eingefunden hatten sich allerdings lediglich etwas mehr als 90 Teilnehmer.
Köln – Der „pro Köln“-Stadtrat Jörg Uckermann erhielt einen Strafbefehl über 5400 Euro, weil er den Grünen-Bundestagsabgeordneten Volker Beck beleidigt haben soll.
Köln – Nachdem Mitte November ein Demonstrations-Versuch von „pro Köln“ im rechtsrheinischen Stadtteil Kalk gescheitet war, planen die Rechtspopulisten nun eine Neuauflage der Veranstaltung am 28. Januar.
Thorsten Crämer, Mitglied des nordrhein-westfälischen NPD-Landesvorstands, sei aus der Partei ausgetreten, berichteten „parteifreie“ Neonazis aus Köln am heutigen Donnerstag. Crämer selbst widerspricht dieser Darstellung.
Köln – Neonazi Axel Reitz bemühte sich um eine Distanzierung von Rechts-Terroristen, seine Anhängerschaft skandierte hingegen: „Linkes Gezeter – neun Millimeter“ – etwas mehr als 50 Neonazis zogen am Samstag durch den Kölner Stadtteil Kalk.