Ausgabe 25/1998

Erscheinungsdatum: 16.12.1998
  • Arbeit für die Opfer

    16.12.1998 - Rechtsextremen Gewalttätern wird in der Regel viel Aufmerksamkeit zuteil. Die Opfer werden meist alleingelassen.
  • Ärger für Glatzköpfe

    16.12.1998 - Eine Spezialtruppe der Polizei soll das Entstehen „national befreiter Zonen“ verhindern. Brandenburg hat nach wie vor die meisten brutalen Übergriffe auf Ausländer zu verzeichnen.
  • Beschädigungen

    16.12.1998 - Martin Walser schrieb 1981 in einem Essay über den von den Nationalsozialisten zum Märtyrer der Bewegung stilisierten Freikorpskämpfer Albert Leo Schlageter - er nennt ihn „nationalen Opferfetisch“ - einen Satz, von dem er heute selbst eingeholt scheint: „Wir können mit unserer Geschichte offenbar nur so umgehen: entweder schwarzweißrot und alle drei Strophen von Deutschland, Deutsch-land über alles oder: , , Fa-schist.“
  • Entspannungen

    16.12.1998 - Nach Wochen einer unsinnig scheinenden, teil-weise mit maßlos groben Worten geführten öffentlichen Debatte beruhigen sich die Gemüter allmählich.
  • Ideologie-Wirrwarr

    16.12.1998 - Der Ex-RAFler Horst Mahler hat sich inzwischen ganz und gar der Diktion der extremen Rechten verschrieben.
  • In eigener Sache

    16.12.1998 - Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!
  • Krieg in der Partei

    16.12.1998 - Beim „Front National“ eskaliert der vor Wochen offen ausgebrochene Machtkampf zwischen Le Pen und Mégret.
  • Mit heiligem Segen

    16.12.1998 - Im rechtsextremen Aula-Verlag aus dem österreichischen Graz ist dieser Tage ein Sammelband mit dem Titel „1848. Erbe und Verantwortung“ er-schienen. Herausgeber des Buches sind der österreichische Altnazi Otto Scrinzi (90), ehemaliger SA-Sturmführer und NSDAP-Mitglied sowie späterer FPÖ-Vize, und der bundesdeutsche Rechts-extremist Jürgen Schwab, der im nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzbericht namentlich auf-geführt ist.. Scrinzi ist Schriftleiter und Schwab Redakteur der österreichischen Monatszeitschrift „Au-la“.
  • Popanz Ozonloch

    16.12.1998 - Ein Beamter aus dem rheinland-pfälzischen Umweltministerium läuft Sturm gegen den angeblichen Schwindel von der Klimakatastrophe und publiziert oh-ne Scheu in rechtsextremen Schriften.
  • Presseschau

    16.12.1998 - Rechtsextreme Periodika
  • Rabiates Umfeld

    16.12.1998 - Mitglieder und Anhänger der DVU sind - entgegen Beschönigungen der Partei-spitze - immer wieder an Straftaten beteiligt. Die Palette reicht von Randale, Brandanschlägen bis zu Mord.
  • Recht, nicht Rache

    16.12.1998 - Simon Wiesenthal feiert seinen 90. Geburtstag. Dem unermüdlichen Verfolger von NS-Verbrechern blieb bis heute sein phänomenales Gedächtnis erhalten.
  • Tagebuch

    16.12.1998 - Aktuelle Meldungen
  • „Antiimperialismus von rechts“

    16.12.1998 - Die extreme Rechte entwickelt Solidaritätsbekundungen mit Staaten wie dem Irak. Einer der maßgeblichen Gründe ist dessen Feindschaft zu den USA.
  • Grauzone

    16.12.1998 - Kiel - Die Wehrmachtsausstellung, die vom 8.Januar bis 14. Februar 1999 im Landeshaus Kiel gezeigt wird, ruft Proteste hervor.
  • Herrenlose Kunst

    16.12.1998 - „Wir wollten den Eindruck vermeiden, der Text sei verbindlich“. Satz des Leiters der deutschen Delegation nach der Konferenz über von den Nazis geraubte Kunstwerke in Washington, Tenno Eitel. Man fürchtet, seinen Ohren nicht trauen zu dürfen.
  • Wachsam bleiben

    16.12.1998 - Im Jahr 1999 sind das Europaparlament, sieben Land Jahr 1999 sind das Europaparlament, sieben Landtage und Kommunalvertretungen in zehn Ländern neu zu wählen. Alle Wahlkämpfe werden uns wieder eine dauerhafte Auseinandersetzung mit den Rechtsextremen bringen.
  • Weißwaschung

    16.12.1998 - Edgar Julius Jung (1894-1934) war wohl der wichtigste Aktivist und Theoretiker der Jungkonservativen der Konservativen Revolution, jener geistigen Strömung des „antidemokratischen Denkens in der Weimarer Republik“ (Kurt Sontheimer), die als ein ideologischer Wegbereiter der nationalsozialistischen Diktatur gilt.