Ausgabe 11/1997

Erscheinungsdatum: 27.05.1997
  • Bücherschau- Überleben in der Wüstensteppe

    27.05.1997 - Mitten in der Wüstensteppe Kasachstans, in der Nähe der Gebietshauptstadt Karaganda, befand sich von 1942 bis 1946/47 das sowjetische Internierungslager Kok-Uzek. Drei Viertel der Insassen waren deutsche und österreichische Juden, die vor Hitler in die Baltischen Staaten geflüchtet waren und nach der Besetzung durch die Rote Armee im Juni 1941 wegen ihrer Pässe als Kriegsgefangene behandelt und deponiert wurden.
  • Demokraten am Pranger

    27.05.1997 - Eine „Arbeitsgemeinschaft für Philosophie, Geschichte und Politik“ (Günzburg/Bayern), namentlich Hans Jaus (Ex-Bundesschatzmeister der „Wiking-Jugend“), zeichnet verantwortlich als Herausgeber des österreichischen Machwerkes „Das Antifa-Handbuch“. Gesamtherstellung und Druck lag ebenfalls bei der Arbeitsgemeinschaft.In dem Machwerk werden u.a. Personen und Organisationen der demokratischen Öffentlichkeit inquisitorisch an den Pranger gestellt.
  • Einig in der Empörung

    27.05.1997 - In der Agitation gegen die Ausstellung „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941-44“ melden sich neben der extremen Rechten zunehmend auch die Vertriebenen zu Wort.
  • Extreme Rechte will international kooperieren

    27.05.1997 - Die (west)europäische Rechte ist sich einig in ihrem Propagandafeldzug gegen die EU und den Euro. Von verstärkter internationaler Zusammenarbeit verspricht sich auch die zersplitterte bundesdeutsche Rechte mehr Einigkeit.
  • Hinweis

    27.05.1997 - Frankfurt - Aspekte aus einer Studie zu politischen Orientierungen von jugendlichen Arbeitnehmern zeigt die rund 80 Seiten starke Broschüre „Eine neue rechte Jugend?“ auf.
  • Hinweis- Ein Jahr nach Goldhagen

    27.05.1997 - Wiesbaden - Das Buch des jungen Harvard-Wissenschaftlers Daniel J. Goldhagen „Hitlers willige Vollstrecker“ hat in der Bundesrepublik Deutsch-land erheblichen Wirbel ausgelöst.
  • Kampf auf verlorenem Posten

    27.05.1997 - Daß die deutsch-tschechische Erklärung bei Vertriebenen und der extremen Rechten nicht auf Zustimmung stoßen würde, zeichnete sich angesichts der heftigen Diskussion im Vorfeld ab.
  • Neonazi-Nachfolge-Organisation? Ein brauner „Block“

    27.05.1997 - Im süddeutschen Raum ist seit dem vergangenen Jahr mit dem „Freiheitlichen Volksblock“ (FVB) eine neue neonazistische Organisation aktiv.
  • Rassismus oder Heterophobie? Zwölf Thesen zu einem strittigen Begriff

    27.05.1997 - Der Begriff Rassismus wird meist als Synonym für andere ablehnende Einstellungen und Verhaltens-weisen gebraucht. Nachstehend wird aufgezeigt, wie sich Rassismus im engeren Sinne biologisch definiert. Die Ursprünge des modernen Rassismus reichen bis in die Zeit der Aufklärung zurück.
  • Rechtsextremismus in den Ländern

    27.05.1997 - Der Bericht des Landesamts für Verfassungsschutz Berlin - analog der in der Reihe „Durchblicke“ erschienenen Broschüre „Rechtsextremistische Bestrebungen in Berlin“ (vgl. BNR 7/97) - weist für 1996 einen leichten Rückgang der in der Bundeshauptstadt begangenen rechtsextremistisch motivierten Straftaten auf 426 (1995:450) auf; um 25 Prozent geringer lag die Zahl der aus antisemitischer Motivation begangenen Taten (84:112). Angestiegen um ein Drittel sind allerdings die Gewalttätigkeiten auf 33 (1995:23) amtlich erfaßte Vorfälle, hiervon wurden 29 (16) aus fremden-feindlicher Motivation begangen.
  • Tagebuch

    27.05.1997 - Aktuelle Meldungen
  • Volksverhetzer vor Gericht

    27.05.1997 - Der „latente Antisemitismus“ - so der jüngste Verfassungsschutzbericht von Schleswig-Holstein in seiner Beschreibung über die Publikationen der „Gemeinschaft Ost- und Sudetendeutscher Grundeigentümer und Geschädigter“ (GOG) war jetzt Verhandlungsgegenstand vor dem Amtsgericht Eckernförde.
  • Zeitschriftenschau

    27.05.1997 - Rechtsextremistische Periodika in 1997