Ausgabe 10/1997

Erscheinungsdatum: 13.05.1997
  • Ausführungen eines Münsteraner Professors

    13.05.1997 - Den Niedergang der Weimarer Republik führt er auf die Auseinandersetzungen zwischen „Internationalsozialisten“ (!) und „Nationalisten“ zurück, die „teils ethnisch bewußt, teils bedingt durch die starke jüdische Mitgliedschaft in internationalistischen Gremien“ gewesen sei und „zu einem Kampf zwischen Deutschen und Juden entartete, der vom politischen Sieger nach der Machtübernahme auf staatlicher Ebene fortgeführt wurde“.
  • Bücherschau

    13.05.1997 - Handelt es sich beim Nationalsozialismus um eine im Kern messianische Bewegung, liegen der NS-Ideologie und -Politik religiöse Wurzeln zugrunde?
  • Das Schicksal der Remigranten nach 1945

    13.05.1997 - 1933 floh er vor den Nazis nach Norwegen. 1938 raubten sie ihm die deutsche Staatsbürgerschaft. 1947 kehrte er zurück, beantragte die Staatsbürgerschaft, wurde wieder Deutscher und zog für die SPD in den Bundestag ein.
  • Der Versuch einer moralischen Entlastung

    13.05.1997 - „Für uns stellt sich heute ... die Aufgabe, Stigmatisierungen in Zukunft vorzubeugen.
  • Donauschwäbische Verbindungen

    13.05.1997 - Bonn - Im aktuellen Heft (Nr. 87) des „Info-Dienstes Deutsche Aussiedler“, der vom Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen, Horst Waffenschmidt (ehedem Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, zeitweilig Mitglied des Verwaltungsrats des „Vereins für das Deutschtum im Ausland“ >VDA
  • Im Sortiment Backbücher und Werke über Heß und Hitler. „Ein traditionsreicher Verlag“

    13.05.1997 - Der in Graz ansässige Leopold-Stocker Verlag genießt in bundesdeutschen Rechtskreisen einen guten Ruf. Neben ausgewiesenen Rechtsextremisten befinden sich unter der Autorenschar des 1917 gegründeten österreichischen Verlages auch prominente Politiker. Anzeigen schaltet der Verlag ebenfalls gerne in rechtsextremen Blättern.
  • Klare Worte aus Pforzheim

    13.05.1997 - Macher der seit 1993 erscheinenden rechtsextremen Zeitschrift „Freies Wort Pforzheim“ ist Detlef von Seggern.
  • NPD-Aufmarsch in Hann.-Münden

    13.05.1997 - Für viele der mobilisierten Anhänger der NPD und ihres um das militante Spektrum erweiterten Umfeldes war es offenbar zu spät, auf das Verbot ihrer Demonstration am 1. Mai am Völkerschlachtsdenkmal in Leipzig und die dann rasch erfolgenden Ver-bote auch der geplanten Ersatzveranstaltungen (z.B. Halle, Cottbus) zu reagieren.
  • Patenkind der Unionsparteien. Schnurstracks ins rechte Ghetto

    13.05.1997 - Am 7.Juni findet der Bundesparteitag der „Deutschen Sozialen Union“ (DSU;*) die sich als „grundsätzliche Alternative zu den Bonner Parteien“ („Nation+Europa“) versteht, statt. Auf der Tagesordnung steht u.a. die Wahl zum Bundesvorstand.
  • Rechtsextremismus in Schleswig-Holstein- Schauplatz für Verlage

    13.05.1997 - Die Zahl der organisierten Rechtsextremisten ist leicht rückläufig, die der unorganisierten ist geringfügig angestiegen.
  • Tagebuch

    13.05.1997 - Aktuelle Meldungen
  • Unter der Lupe

    13.05.1997 - Der Bundesverfassungsschutzbericht 1996 ver-spricht eine vorläufige Beruhigung: Die Zahl der rechtsextremistisch motivierten Gewalttaten ist von 837 auf 781 zurückgegangen, da es 1996 weniger Sachbeschädigungen und Brandanschläge gab als im Vorjahr. Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Peter Frisch, hat recht, wenn er keinen Grund zur Entwarnung sieht, denn:
  • Veranstaltungshinweise

    13.05.1997 - Halle/Saale - Mit der Thematik Medien und Rassismus befaßt sich ein Tagesseminar der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt am 24. Mai. Die Teilnehmer/innen sollen dabei gemeinsam mit den Referentinnen und Referenten offenen und ver-steckten Rassismus in den Medien aufdecken. %%startcontent%%Information und Anmeldung: MITWELT - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen/Anhalt, Neumarktstraße 9, 06108 Halle, Tel. 0345 / 2023927.Solingen - Die ÖTV-Kreisverwaltungen Rem-scheid, Solingen und Wuppertal führen regelmäßig im Rahmen ihrer Bildungsarbeit Veranstaltungen zum Thema Rechtsextremismus durch. In den vergangenen Jahren referierten dort der österreichische Journalist Wolfgang Purtscheller sowie die Journalistin Franziska Hundseder („Rechte machen Kasse“). Auf der diesjährigen Veranstaltung am 27. Mai wird der Print- und TV-Journalist Anton Maegerle zum Thema „Alte/Neue Rechte - Neue Methoden - Welche Ziele?“ sprechen. Anläßlich der Tagung wird auch der Opfer des Brandanschlags auf die Familie Genc am 29.Mai 1993 in Solingen gedacht.Nähere Informationen: ÖTV-Kreisverwaltung Solingen, Kölner Straße 45, 42651 Solingen, Tel. 0212 / 205041/42, Fax - / 13292.