18.04.2001 - Mit dem Verbot der Skinheads Sächsische Schweiz (SSS) ist die am straffsten organisierte militante Neonazigruppe lahm gelegt worden. Es war logisch, dass das sächsische Innenministerium dieses Verbot gerade jetzt vollzog. Kurz zuvor hatten Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung ihre Verbotsanträge gegen die NPD beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Und wenige Tage vorher hatte das Berliner Parlament einen Antrag verabschiedet, in dem der Wille bekräftigt wurde, beim Kampf gegen den Rechtsextremismus nicht nachzulassen. Vor diesem Hintergrund wäre es widersprüchlich gewesen, die üble Skinheadtruppe SSS unbehelligt zu lassen. Der Staat muss durch aktives Handeln zeigen, dass er es ernst meint mit dem, was er sagt.