11.03.1998 - In der aktuellen Ausgabe des „Hamburger Sturms“, einer Art Zentralorgan des zunehmend sich sogenannten „Kameradschaften“ verbunden fühlenden Flügels der parteipolitisch nicht organisierten Neonazi-Szene, die sich selbst als „Freie Nationalisten“ bezeichnen, wird dieser Begriff erstmals definiert:
25.02.1998 - Rund 300 Leute waren es wohl, die sich im für 150 Personen gedachten Saal eines Dorfgasthofes im osthessischen Oberjossa drängten, um an der ersten Aschermittwochsveranstaltung des „Bund Freier Bürger - Offensive für Deutschland“ teilzunehmen.
11.03.1998 - Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Holocaust soll sich in Litauen erstmals ein Erfüllungsgehilfe der Nazis vor Gericht verantworten. Die litauische Sicherheitspolizei war entscheidend an der Durchführung des Massenmords an den Juden beteiligt.
11.03.1998 - Diese Lizenzausgabe aus dem Freiburger Her-der Verlag ist der Nachfolgeband zu dem aus einer Ringvorlesung am Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin entstandenen, von Herbert A. Strauss und Norbert Kampe 1984 zum ersten Mal herausgegebenen und mehrfach wieder aufgelegten Band „Antisemitismus, Von der Judenfeindschaft zum Holocaust“ (Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, Bd.213).
11.03.1998 - Das „Bündnis Rechts für Lübeck“ will am 22. März den Sprung ins Lübecker Rathaus schaffen. Für den 14. März haben die Rechtsextremisten einen Auf-marsch durch Lübeck angemeldet.
11.03.1998 - Welches Traditionsverständnis in der Bundewehr gilt, ist nicht zweifelsfrei erkennbar. In einer Soldaten-Zeitschrift wird offen für Artikel mit Nazi-Namen geworben.
11.03.1998 - Der „Jungdeutsche Bund“ und die „Jungdeutsche Jugend“ sehen sich in der Nachfolge einer nationalrevolutionären Organisation der Weimarer Zeit. Erste Pflicht sind Genügsamkeit und Disziplin.
11.03.1998 - Trotz erfreulichen Mitgliederwachstums ist das Le-ben der jüdischen Gemeinschaft in der Hauptstadt noch weit von Normalität entfernt. Ein neu geweihter Gedenkstein in der Großen Hamburger wurde vor wenigen Tagen zum zweiten Mal geschändet - die Täter vermutlich Rechtsextremisten.
11.03.1998 - Der kürzlich verstorbene Schriftsteller Ernst Jünger gehörte sicherlich zu den umstrittensten Gestalten in der Geschichte der Bundesrepublik. Rezipiert wurde er auch bei dem denkfähigen Teil der extremen Rechten.