Voraussichtlich Ende März will der NPD-Landesverband Hessen einen ordentlichen Landesparteitag durchführen. Zum neuen Vorsitzenden des weithin inaktiven Landesverbandes soll der bisherige Landesvize Daniel Knebel gekürt werden.
Jörg Krebs (Jg. 1975), seit April 2008 Vorsitzender des NPD-Landesverbandes Hessen, will seiner Partei für eine dritte Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch für ein anderes Amt im neu zu wählenden Landsvorstand zeigt Krebs, seit 1999 NPD-Mitglied, zuvor Mitglied der DVU, „selbstredend“ kein Interesse.
Stattdessen will sich Krebs auf seine Ämter als Stadtverordneter und Ortsbeirat sowie als Frankfurter NPD-Vorsitzender konzentrieren. Krebs gilt parteiintern als umstritten, ihm wird Führungsschwäche angekreidet und seine Mobilisierungsfähigkeit gilt als gering ausgeprägt. Großmundig gab Krebs am 23. Januar kund, dass es seitens des amtierenden NPD-Landesvorstands „keinen Personalvorschlag“ für seine Nachfolge geben werde. Stattdessen, so Krebs, solle „die Basis, also die hessischen Kreisverbände und deren Delegierte, das Heft des Handelns in die Hand bekommen“. Dieser Empfehlung Krebs’ hat sich nun der hessische NPD-Landesvorstand widersetzt und unterstützt die Kandidatur von Daniel Knebel (Jg. 1984) zum neuen Landesvorsitzenden, wie er in einer Pressemitteilung bekannt gab.
Der bisherige hessische Landesvize Knebel, der im April in seiner Heimatgemeinde Altenstadt als NPD-Kandidat bei der Wahl des Bürgermeistes antritt, ist seit 2007 Parteimitglied. Am 3. Oktober 2010 führte Knebel bei einer Demonstration der Jungen Nationaldemokraten im sachsen-anhaltinischen Halberstadt unter dem Motto „Vom Regen in die Traufe! Wir wollen Leben, Freiheit, Einheit & einen souveränen Staat“ aus: „Wir werden das zu Ende und zum Erfolg führen, was unserer Brüder und Schwestern in der DDR angefangen haben ... jetzt gilt es, die Vereinigung perfekt zu machen und jene anzugreifen, die dieser im Wege stehen.“
Die SPD ruft zur Beteiligung an den Protesten gegen den Nazi-Aufmarsch auf!
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