Ausgezeichneter Storch: Heinar mit Heidemarie Wieczorek-Zeul Foto: Uta WagnerEs war gar nicht so leicht, die Mappe im Flügel zu halten. Und so nahm „Storch Heinar“ am Dienstag zum Abschluss des SPD-Parteitags etwas linkisch die Gewinnerurkunde des Wilhelm-Dröscher-Preises entgegen. Unter dem Jubel der Delegierten und begleitet von seiner Band „Storchkraft“, war er zuvor auf die Parteitagsbühne gezogen.
Das Projekt der Jusos Mecklenburg-Vorpommern lade „unverkrampft dazu ein, das rückwärtsgewandte Denken der Neonazis lächerlich zu machen“, lobte das Preis-Kuratorium den Gewinner der mit 3000 Euro dotierten Auszeichnung. Sie wird seit 1982 auf jedem Ordentlichen Parteitag der SPD verliehen und ist nach dem ehemaligen Schatzmeister Wilhelm Dröscher benannt.
Delegiertenpreis für „Kein Bock auf Nazis“
Ein dritter Preis ging an den SPD-Arbeitskreis Labertal. 14 Ortsvereine aus fünf Landkreisen rufen darin zu Zivilcourage auf und engagieren sich damit gegen Rechtsextremismus in Bayern.
Auch die Parteitagsdelegierten kürten eine Initiative gegen Rechtsextremismus zum Sieger. Sie entschieden sich für das Projekt „Kein Bock auf Nazis“, das 2005 von der Band „ZSK“ und dem „Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum“ gegründet wurde. Der Förderpreis der Dröscher-Stiftung ging an den SPD-Ortsverein Leonberg für seine Idee eines Jugend-Sozialpreises.
Das Kuratorium des Wilhelm-Dröscher-Preises hatte sich unter 38 Vorschlägen für einen Sieger entscheiden müssen. Das sei nicht leicht gefallen, hob die Vorsitzende des Kuratoriums Heidemarie Wieczorek-Zeul hervor. Und mit Blick auf die Initiativen gegen Rechts betonte sie: „Sie haben sich schon lange vor dem Bekanntwerden der Mordserie gegen Rechtsextremismus eingesetzt.“
