Zivilgesellschaft

Das heutige KaDeWe gehörte der Familie Tietz, die Nationalsozialisten enteigneten die Familie; Photo: Florian L / pixelio.de)

Deutsche Banken und die Arisierung

Die Familie Tietz hatte in der Weimarer Republik ein Warenhaus-Imperium aufgebaut. Die Nationalsozialisten enteignen die jüdischen Unternehmer. An der Arisierung federführend beteiligt: Die deutschen Großbanken Commerzbank, Deutsche Bank und Dresdner Bank.

Auf dem Podium: Ralf Jäger (NRW-Innenminister), Ullrich Sierau (Oberbürgermeister Dortmund), Andreas Meyer-Lauber (Vorsitzender des DGB NRW), Stephanie Schmidt (ZDF Landesstudio Düsseldorf), Armina Omerika (Islamwissenschaftlerin), Sabrina Erdmann (Antirassistisches Bildungsforum Rheinland); Bild: Anke Schoen

Hochburg im Kampf gegen Rechts

Jahrelang galt Dortmund bundesweit als Hochburg der Rechten. Mit dem Gewerkschaftskongress „Für Freiheit, Vielfalt und Toleranz“ will man den Neonazis die Stirn bieten. 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutieren friedlich über Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit.

Die Sicherheitsbehörden haben die Gefahr von Rechts komplett unterschätzt; Photo: bnr/H.K.

Gefahr von Rechts unterschätzt

Ein Untersuchungsausschuss soll im Auftrag des thüringischen Landtages die terroristische Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) untersuchen. Dabei geht es für die Abgeordneten auch um das unglaubliche Versagen der Sicherheitsbehörden und deren umfassende Ahnungslosigkeit darüber, wer die zehn Morde begangen hat.

Sönke Rix MdB; Sprecher der Arbeitsgruppe Strategien gegen Rechtsextremismus der SPD-Bundestagsfraktion

Ministerin mit Bespitzelungsklausel gescheitert

Zu der Niederlage von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder vor dem Verwaltungsgericht Dresden und der Verfassungswidrigkeit der Extremismusklausel erklären Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse und der Sprecher der Arbeitsgruppe Strategien gegen Rechtsextremismus der SPD-Bundestagsfraktion Sönke Rix:

Das Podium beim WDR5 Stadtgespräch in Wuppertal mit SPD-Landesminister Guntram Schneider (2. v. li.); Bild: Anke Schoen)

Der braune Fleck im Stadtbild

Sie schmieren Hakenkreuze an Wände, skandieren rassistische Parolen oder bedrohen Bürger. Im Wuppertaler Stadtteil Vohwinkel haben die Neonazis das Sagen. Judith Schulte-Loh und Hakan Ekemen sprechen im WDR5-Stadtgespräch über Zivilcourage, Möglichkeiten der Polizei und ein verkehrtes Weltbild.

„Das Problem des Extremismus-Begriffs ist seine Eindimensionalität.“ Gero Neugebauer; Photo: Hendrik Rauch

„Gewalt ist mit linken Vorstellungen unvereinbar“

Links- und Rechtsextremismus werden zunehmend gleich behandelt. Völlig zu unrecht, wie der Politikwissenschaftler Gero Neugebauer meint. Im Interview mit bnr.de erklärt er die Unterschiede – und sagt, warum die „Extremismusklausel“ der Familienministerin „kompletter Unsinn“ ist.

Naziverbrecher ohne Reue

Walther Rauff war während der Nazidiktatur technischer Entwickler der so genannten Gaswagen und verantwortlich für etwa 97.000 Morde. Heinz Schneppen schrieb ein Buch über einen Mann, der für seine Gräueltaten niemals bestraft wurde.

Photo: bnr.de/H.K.

Beißhemmung der Ermittler?

Ein NPD-Verbot verhindert nicht rassistisch motivierte Vorurteile – bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus muss die Zusammenarbeit der Behörden und die unzureichende Kooperation zwischen Bund und Ländern zügig verbessert werden.

„Die SPD muss die Sperrspitze für das neue vielfältige Deutschland sein!“ Aziz Bozkurt (Bild: Kai Doering)

„Rassismus ist keine Randerscheinung“

Der 21. März ist der Internationale Tag gegen Rassismus. Aziz Bozkurt, Mitinitiator der „Berliner Erklärung“ gegen Thilo Sarrazin, sieht ein Anwachsen des Alltagsrassismus in Deutschland. Wie dieser sich äußert und was die SPD dagegen tun muss, sagt Bozkurt im Interview mit dem „blick nach rechts“ (bnr.de).

Die Juniorspieler der Eishockeymannschaft Eisbären Berlin (Bild: www.Mach-den-Unterschied.de)

Zivilcourage trainieren

Diskriminierung und Rassismus im Sport sind noch immer alltäglich. Die Internetportale www.Sport-mit-Courage.de und www.Mach-den-Unterschied.de sollen helfen, rechtsextremen Aktivitäten in Vereinen vorzubeugen.